Wovon träumen Roboter? – TEDxVienna gibt am 22.10. die Antwort


Studien stellen Österreich ein schlechtes Zeugnis in Offenheit und Innovationsfreundlichkeit an. Vor allem Bildung, Weltoffenheit und das allgemeine Veränderungsklima lassen zu wünschen übrig. TEDxVienna setzt mit der TEDx-Conference am 22.10. den Startschuss zu einer Reihe von Aktionen, die Innovation und Offenheit zelebrieren. Einer der Schwerpunkte beim Event ist die heimische Wissenschaft.

Österreich ist EU-weit Schlusslicht in puncto Innovationskraft. Zu diesem Schluss kam eine von Joanneum Research durchgeführte Studie im Jahr 2009 („Der hinkende Frontrunner“) . Die größten Behinderungsfaktoren: schlechte Bildung (vor allem im universitären und Postgraduate-Bereich), zu wenig Zuzug und ein generell wenig innovationsfreundliches Klima. „Wir haben vor allem Grundlagen untersucht, und da war in den letzten Jahren keine Änderung festzustellen“, sagt Studienautor Andreas Schibany im Gespräch mit TEDxVienna. „Daher ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse auch heute noch aktuell sind.“
Vor allem bei den Teilbereichen „Einstellung zu Wissenschaft und Technik“, „Sozialkapital und Vertrauen in Innovationsakteure“ und „Veränderungskultur“ hat Österreich den letzten Platz fest gebucht.

Den TED-Konferenzen ist es seit ihrer Gründung 1984 ein Anliegen, Offenheit und Innovation zu fördern. Vlad Gozman und Alex Obermayr haben mit TEDxVienna dieses Eventformat vergangenes Jahr nach Wien gebracht. „TED-Konferenzen symbolisieren für mich einen zeitgemässen Umgang mit Information und Lernen. Unterschiedlichste Themen werden in knapper Form – ein TED-Talk darf maximal 18 Minuten dauern – vorgestellt. Die Marke TED ist dabei ein Gütesiegel: Wer einen TED-Talk online ansieht, kann sicher sein, dass der Speaker eine Größe in seinem Fach ist – auch wenn er noch nie von ihm gehört hat.“
Die TEDxVienna-Konferenz findet am 22. Oktober zum zweiten Mal statt und ist diesmal insbesondere auch ein Forum für die österreichische Wissenschaft und deren Innovationen.
Auf der Bühne wird unter anderem Martin Kaltenbrunner, Forscher an der Kunst- und Designuniversität Linz, sein Reactable präsentieren – ein Mittelding aus Musikinstrument und Musik-Visualisierungstool, dem nicht zuletzt Björk zu internationaler Berühmtheit verholfen hat. Mehr über das Reactable.
Ebenfalls greifbare Wissenschaft präsentiert Klaus Stadlmann. Der Forscher an der TU Wien arbeitet an leistbaren 3D-Druckern. Warum nur Bilder drucken, wenn man mit der gleichen Technik auch ein ganzes Fahrrad bekommen kann? Dank der intensiven Forschung an Material und Verfahren sind Stadlmanns Drucker schon ab 1200 € zu haben. Mehr dazu.
Moritz Helmstaedter schließlich gibt einen Einblick zu seiner Forschung über Netzwerke zwischen Hirnzellen. Wie arbeiten Nerven miteinander? Und wie hält auch in dieser Disziplin die aktuell allgegenwärtige Netzwerkmetapher Einzug? Ist auch wissenschaftliches Arbeiten in der Crowd möglich? (Letzeres hat Helmstädter schon mit studentischen Crowdsourcing-Projektem bewiesen…). Helmstaedters Online-Lab.
Robert Trappl schliesslich ist Vorstand des Instituts für Kybernetik und künstliche Intelligenz in Wien. Seine Arbeit im Austrian Research Institute for Artificial Intelligence deckt eine breite Palette spannender Zukunftsthemen ab. Der Co-Autor von 34 Büchern wird sich in seinem Vortrag mit der Gefühlswelt von Robotern beschäftigen und der Frage nachgehen, ob Androiden von elektrischen Schafen träumen…

Die TEDxVienna Conference ist der Startschuss zu einer Reihe von Aktionen, die die TED-Kultur auch in Wien etablieren werden. Social Media-Aktivitäten im Blog auf tedxvienna.at, auf Facebook (http://www.facebook.com/tedxvienna) und Twitter (http://twitter.com/TEDxVienna) halten Interessierte rechtzeitig auf dem Laufenden und sind die Schnittstelle zu TEDx-Organisationen in anderen Städten. TEDx-Salons sind Events im kleineren Rahmen, die der Community regelmässig Gelegenheit zum Netzwerken bieten, TEDxAdventures werden neugierige Geister raus aus ihrem Alltag und hin zu Erfahrungen mit neuen Technologien und Ideen bringen – direkt vor Ort, dort, wo Innovationen stattfinden. Gozman: „Bei TED geht es nicht nur um das Event. Unser Ziel, und das Ziel der weltweiten TEDx-Bewegungen ist es, den offenen Wissensaustausch zu zelebrieren.“ TEDxVienna soll das Forum für branchenübergreifende Kontakte mit hoher Innovationskraft werden – auch und gerade in Österreich.

Die TEDxVienna-Konferenz findet am 22.10 im Studio 44 (Rennweg 44, 1030 Wien, http://www.studio44.at/) statt.
Details zum Programm und Tickets gibt es auf http://www.tedxvienna.at. Tickets kosten 100 €, für Studenten 55 €. In den nächsten Tagen werden laufend neue Speaker vorgestellt.

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