Superior Storytelling

Ich hab ja erst interaktive Effekte oder vielleicht einen Fehler in der App vermutet.

Nichtlineare Medien haben ja oft die Tendenz, uns zu überfordern. Dazu brauchts gar keine multimedial-interaktiven neuen Räume, es reichen schon simple Techniken wie Überlagerungen oder Rückblenden, um erst oft mal ein technisches Problem zu vermuten: Warum hören wir den Menschen in diesem Film nicht mehr reden? Achso, weil der andere abgelenkt ist und nicht mehr hinhört.

Fallen gibt es viele…
Um so schöner finde ich dieses Beispiel aus der ersten Ausgabe von Superior Spiderman: Ich muss dazu vorausschicken, dass die Geschichte etwas kompliziert ist. Peter Parker ist schon noch Spiderman, aber nicht mehr wirklich (eben Superior Spiderman) und er ist vor allem nicht mehr Peter Parker – was dazu führt, dass er bösartiger, unberechenbarer, und vor allem wieder scharf auf Mary Jane ist. (Ein bewundernswerter Plot-Twist, der Autor Dan Slott prompt Morddrohungen einbrachte.)
In dieser Szene sitzt Peter mit MJ beim Dinner und ist offensichtlich abgelenkt. Ich muss gestehen – nachdem ich die Ausgabe digital gelesen habe, habe ich hinter den Überlagerungen erst interaktive Effekte, oder vielleicht einen Fehler in der App vermutet.. 😉 – dabei ist es nur ein wirklich schönes Beispiel für simpelste Techniken mir grossem Erzähleffekt…

superior

Michael Hafner

Michael Hafner

Zufallsempfehlungen

Und eins noch zu dem Medienkram …

„Letzte Ausfahrt“ ist die Story des Jahres der Journalismustage. Aus zwei Gründen finde ich das gut, aus einem ein wenig erschreckend. Die Sache wurde abseits

Sonst noch neu

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Carlo Strenger relativiert in „Diese verdammten liberalen Eliten“ sein eigenes Poltern gegen Populisten und ihr Publikum, findet aber auch keine bessere Lösung.

Alioum Fantouré: Le Cercle des Tropiques

Politstory, Psychodrama, ein wenig Fantastik – wäre dieses Buch nicht afrikanische Literatur der 60er Jahre, dann wäre es ein Actionfilmdrehbuch. So ist es vermutlich aber besser.

Krönung

Das Krone-Magazin von Dossier erzählt für ältere Menschen wenig Neues. Die fehlende Schärfe ist aber auch zugleich die beste Illustration des Watte-Sumpfs um das große Wiener Medienimperium.