Shitstorm, est. 1877

Die Meinungswut der Medienmachtmenschen kannte schon früh wenig Grenzen.

Auch nicht schlecht: Die Meinungswut der Medienmachtmenschen kannte schon früh wenig Grenzen. Als bekannt wurde, dass Telefongespräche abhörbar sind, verstieg sich George Jones, damals Herausgeber der „New York Times“, 1877 zu einem blutrünstigen Leitartikel, der in folgender Passage gipfelte: „Eine Erfindung, deren Konsequenz die absolute Stille ist, kann gar nicht genug verdammt werden. Und während Gewalt immer abgelehnt werden sollte – sogar Gewalt zur Selbstverteidigung -, so besteht doch wenig Zweifel daran, dass der Tod der Erfinder und Hersteller des Telefons das notwendige Vertrauen wiederherstellen würde, das aus Sicht der Finanziers essentiell für eine lebendige Wirtschaft ist.“ – Fundstück aus „The European“

telefon

Michael Hafner

Michael Hafner

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Case: Reportagen

Ein bisschen oldschool und großteils aus der Zeit, bevor das Content hiess: ein paar ausgewählte Reportagen für Printpublikationen. Was heute Contentstrategie und Storytelling heisst, war

Böse Onkels im Klassenkampf

[su_dropcap]E[/su_dropcap]s wiederholt sich immer wieder: Die, die es damals nicht gemacht haben, erklären jenen, die es ihrer Meinung nach machen sollten, was sie machen sollen.

Tokio – Stadt ohne Mistkübel

Mein Bild von Tokio stammte ja ehrlich gesagt eher aus Filmen wie Tetsuo oder Ichi the Killer. Nach einer Woche etwas über eine Stadt zu

Sonst noch neu

Krönung

Das Krone-Magazin von Dossier erzählt für ältere Menschen wenig Neues. Die fehlende Schärfe ist aber auch zugleich die beste Illustration des Watte-Sumpfs um das große Wiener Medienimperium.

Glamour

„Wenn ich eure Hefte sehe, dann gehts mir besser.“

Ethik für die Gottlosen

Ethikunterricht und das Ethik für alle-Volksbegehren waren mir ein wenig egal, bis ich diesen Kommentar dagegen gelesen habe.

Das dämliche Kind bringt auch nichts

Der Philosoph Alfred Pfabigan nimmt das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern auseinander – vor allem die naive Vorstellung von dem hellsichtigen Kind, das entgegen aller Wunschvorstellungen ganz sicher keine Einsicht bewirkt.