Personalisierung

Personalisierung ist eine Form, Kampagnen auszuliefern – User erhalten dabei Inhalte (redaktionell oder Werbung), die aufgrund definierter Regeln als für sie besonders interessant gelten. Auch der Umkehrschluss kann gelten: Inhalte werden an jede Usergruppen verteilt, die als dafür besonders empfänglich vermutet werden.

Abgesehen vom teilweise immensen Aufwand, der mit Erstellung und Betrieb von Kampagnenregeln für Personalisierung verbunden ist, ist Personalisierung an sich bereits ein zweischneidiges Thema:

  • Positiv kann festgehalten werden, dass sie die Uebersicht fuer den User erleichtert; nie genutzte, offensichtlich uninteressante Inhalte werden ausgeblendet, mehr attraktive Inhalte werden leichter wahrnehmbar praesentiert.
  • Negativ schlaegt zu Buche, dass Personalisierung immer auch ausschliesst. User haben wenig Chancen, Neues kennen zu lernen, wenn ungenutzte Inhalte ausgeblendet oder verschoben werden. Dadurch gewinnt die einmal einem User zugeschriebene Segmentzuordnung die Kraft einer selbsterfuellenden Prophezeiung: der User kann gar nicht mehr anders, als sich gemaess seiner Segmentzuordnung zu verhalten.

Flexiblere Frontendtechnologien, die mehr Inhalte auf einer Seite schneller kombinieren koennen, und nicht zuletzt auch die extreme Form der Personalisierung ueber RSS-Feeds und Feedreader, haben die klassische Personalisierung in Portalen praktisch ueberfluessig gemacht.
Berechtigung hat ausschliessende Personalisierung allerdings sehr wohl noch dort, wo Zugriffsrechte eine Rolle spielen. Das kann fuer die Unterscheidung kostenfreier und kostenpflichtiger Inhalte zutreffen, kann vor allem aber auch in Intranets eine Rolle spielen. Für vertrauliche oder auf klare Zielgruppen ausgerichtete interne Inhalte kann ausschliessende Personalisierung das perfekte Tool sein, um sie treffsicher zu verbreiten und Diskussionen mit jenen zu vermeiden, die grundsaetzlich gar nicht betroffen sind.

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