Medienmesserwetzen


Die Konferenzsaison schlägt voll durch; und schon habe ich wohl einiges verpasst. Während ich erst beim Future Network in Zürich mit Moshe Rappaport von IBM Research über Digital Shift und Smart Planets reden durfte (ja, auch das hat mit Social Media zu tun) und dann bei Intranets at Work in London meinen missionarischen Ansatz („Give things meaning“, „Work with purposes, not Tools“) auf die Insel brachte, konnte ich die Twitterschlachten rund um die Medientage und das Symposium Digitales Managen leider nur aus der Ferne beobachten.

Es gibt wenig langweiligeres als die Blogger vs. Journalisten Flames, die sich meist ja dann doch wieder in Luft auflösen. Oder bei näherer Betrachtung als sarkastische Polemik des Autors erweisen; mit Augenzwinkern, eh schon wissen. Das ist Teil des eigentlichen Problems: Selbstverliebte Polemik mit willigen Opfern (und deren attackierbaren Aussagen) ist fahrlässige Zeitverschwendung auf Kosten des Lesers – egal in welchem Medium.
Aber zum Glück ist die Altpapierentsorgung ja schon beinahe so leicht machbar wie das Löschen von digitalen Inhalten.

Und noch was: Es ist wirklich nicht jedermanns Traumberuf, Journalist zu sein. Manche wollen lieber produktiv sein. Dass dabei Medien auf andere Art und Weise genutzt werden und was das bewirkt, liefert Hinweise darauf, welche Fragen hier eher gestellt werden sollen.
Aber das, und mehr zur Professionalitätskeule, sollte ich wohl lieber für mich halten – denn schliesslich bin ich ein Profi, was man am besten daran merkt, dass man mich auch bezahlen kann… (Achtung satirischer Sickerwitz).
Also: 200 € pro Stunde und ich rede weiter. Oder kauft euch gleich den MBB.

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