lift@austria – eine geniale Konferenz


Die erste lift@austria war eine der spannendsten Konferenzen die ich besuchen durfte. Insgesamt konnte ich 79 Teilnehmer zählen, einige von entfernteren Destinationen wie Australien, USA, Brasilien, London oder Schweden. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Thomas Fundneider für die Organisation dieses Events und an Laurent Haug für die Idee des lokalen Lift Formates.

Die Konferenz war ein voller Erfolg. Das Programm war gut gewählt und die meisten Sprecher waren herausragende Persönlichkeiten die aus der Praxis großer Projekte oder Initiativen erzählen konnten. Am meisten haben mit Thomas Brody, Kerstin Sailer, Jutta Kleedorfer, Christoph Chorher, Laurent Haug, Melinda Sipos und Leo Sauermann beeindruckt. Aber auch die Teilnehmer waren ausgesucht spannende Persönlichkeiten wie z.B. Florian Sturm (ITC4D.at), Katja Lamprecht (Umweltbundesamt), Toni Fricko (ossbig.at), Eszter Bircsák (Kitchen Budabest – Medialab).
Die Präsentationen und Workshop Inhalte haben sich um das Thema “enabling innovation & enabling spaces” gedreht. Mir wurde bewusst, dass Twitter&Co nicht die Grundlage für Innovationen sind, sondern eines von vielen Werkzeugen um Menschen im Prozess der Innovation zu unterstützen. Ohne Twitter&Co bleiben die beteiligten Menschen stärker an ihre lokale Umgebung gebunden. Mit Twitter&Co können sich über Landesgrenzen hinweg Menschen organisieren.

Eines können aber alle modernen Kommunikationswerkzeuge nicht ersetzen: das reale Treffen, speziell in der Startphase einer Initiative. Innovation braucht Platz, der Menschen ihre Bedeutung gibt.
Ein weiterer gemeinsamer Nenner ist, dass eine Idee/Vision/Initiative nur dann etwas wird, wenn du zügig die ersten Schritte machst ohne viel zu planen oder zu fragen wie das gehen könnte. Außerdem dürften demokratische Prozesse nicht sehr beliebt sein. Alle vorgestellten international bekannten Initiativen haben nur einen oder wenige Köpfe die das Thema tragen und gestalten.

Fazit: Lift Konferenzen sind genial und ihr Erfinder Laurent Haug echt cool. Eine ernsthafte Empfehlung für innovative Menschen.

Deep Dive Tour

Die „Deep Dive Tour“ ist eine Vorab Event der eigentlichen Konferenz http://bit.ly/ddzp65

Die teilnehmenden Leute sind recht unscheinbar. Es stellt sich aber heraus, dass es eine seltene Ansammlung von innovativen Persönlichkeiten handelt. Meine heutigen Gesprächthemen waren soweit ich mich noch erinnnere Enterprise 2.0, moderne Technologien, Kunstgeschichte, Semantic Desktop & Nepomuk Projekt, verschiedene Vereinskonzepte, unter anderen ein Verein um in Entwicklungsländern Projektmanager für soziale Projekt zu unterstützen, Kommunikationskonzepte, Austellung eines Media Lab und vieles mehr.

All diesen Persönlichkeiten wurden innovative Plätze in Wien gezeigt bzw. Konzepte wie Innovation gefördert wird.

http://www.startvienna.at/ ist ein Wiener Verein seit 2009 zur Förderung von Studenten, deren Ideen und Konzepten. Es wurden bereits zwei Events durchgeführt mit 150 Teilnehmern in denen 27 Ideen geboren wurden die letztlich in 4 Startups mündeten. Um zu demonstrieren wie das funktioniert, wurden wir gleich in eine kleine Pitch & Workshop Session eingebunden. Wahsinnig interessante Erfahrung, wie schnell fokussiert Ideen identifiziert und formuliert werden können.

http://the-hub.net/ ist eine internationale Community die in bestimmten Städten Räumlichkeiten für Mitglieder zur Verfügung stellt zum Zweck Kreativität und Gedankenaustausch zu fördern. Nächste Woche ist offizielle Eröffnung und wir durften bereits vorbeisehen. Tolle Räumlichkeiten und sehr motiviertes Team. Bin gespannt ob das Konzept in Wien funktioniert. Weltweit sind es bereits 3.000 Mitglieder in 14 Hubs. Werde mir das einmal genauer ansehen, sehr viel versprechend.

http://metalab.at/ ist eine sehr einfach gehaltene Community, wo junge Leute zusammenkommen und mit Technologie in jeder Form zu experimentieren (ca. 200 Mitglieder). In der sehr urigen Kelleratmosphäre wird z.B. am Computer gespielt und programmiert, am RepRap Shotbot eigene 3D-Modelle aus Kunststoff gedruckt, an einem Quad-Copter gebastelt oder mit der neuen Laser-Schneideanlage Kunstwerke aus Karton erstellt. Das Konzept hat einen sehr sozialen Ansatz, da es eine positive Umgegung für viele Jugendliche darstellt um etwas sinnvolles zu tun. Schwer beeindruckt hat mich das Projekt a href=“http://metalab.at/wiki/Miss_Baltazars_Laboratory“>http://metalab.at/wiki/Miss_Baltazars_Laboratory, wo von Frauen für Frauen Technologie näher gebracht wird mit durchschlagendem Erfolg.

http://www.spaces01.com ist das genaue Gegenteil von the-hub. Ein Community für innovative Kleinunternehmen. Sehr sehr stylisch und gut gemacht, wenn auch etwas eng. Creativität und Innovation entsteht dort mehr durch die Konstanz der teilnehmenden Personen (15 Unternehmen mit insg. 40 Personen). War mir persönlich etwas zu eng aber sehr überzeugend.

Bezüglich der Leute noch ein kurzes Summary. Meine heutigen Gesprächspartner waren ein Leiter für Innovationsmgmt. einer inter. Hilforganisation, eine Leiterin für Strategie und Innovation einer Behörde, einer der Initiatoren des Nepomuk Projektes (Semantic Web), ein Community Manager für internat. soziale Projekte, eine Kunsthistorikerin die in einem Medialab arbeitet und so weiter.

Michael Holakovsky

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