Lesernews


Beitraege von Leserreportern sind vor allem bei Online-Ausgaben von Tageszeitungen populaer. Leser koennen dabei Fotos, ganze Reportagen, Tipps, Hinweise oder auch Videos einschicken.
Gaengige Medien sind dabei E-Mail, SMS, MMS oder auch der Weg ueber Onlineformulare.
In der Nutzung der Leserbeitraege unterscheiden sich Medien deutlich voneinander.

  • Einsendungen koennen als Hinweise, Tipps fuer Recherchen und eigene Stories, als laufende Leserumfrage verwendet werden. In diesem Zusammenhang gelten User als Informanten.
  • Themenorientierte Aufrufe (Ihr schoenstes Urlaubbild, ihr dramatischstes Ueberschwemmungs-, Schnee- oder Sturmschadenfoto) sind ein Mittelweg; dabei werden die Einsendungen (meist Fotos) direkt veroeffentlicht und sind in eignenen, temporaer eingerichteten Bereichen online.
  • Die Veroeffentlichung auf Lesersonderseiten stellt die entgegengesetzte Auspraegung dar: Die Leser-Beitraege sind von den redaktionellen Beitraegen getrennt und werden oft auch direkt veroeffentlicht. Fuer Spamschutz, Moderation und Registrierung gelten die gleichen Grundsaetze wie fuer die Behandlung von Kommentaren.

User generated Content in eigenen Lesermedien


Manche Medien haben die Leserseiten in eigene Spinoffs verwandelt (etwa shortnews.de als Ergaenzung zu stern.de): Leserseiten sind ihrerseits wieder in Ressorts unterteilt, werden unter einem eigenen Brand gefuehrt und laufen grossteils ohne Eingriff durch die Redaktion. User bilden hier untereinander das erste Korrektiv: durch Kommentare und Ratings werden Beitraege beurteilt, erwuenschtes Verhalten wird gefoerdert, unpassende Userbeitraege werden mit schlechten Bewertungen moeglichst reduziert.
Als Anreiz werden hier oft noch Punkte- oder andere Incentivesysteme geschaffen – nicht nur, um die User ueberhaupt zum Einsenden zu motivieren, sondern, auch um die gewuenschten Beitraege zu bekommen.

User als Informanten


Lesernews als zusaetzliche Informationsquelle fuer die Redaktion sind ein leicht umzusetzendes Feature, das bei geringem Aufwand gelegentliche Zufallstreffer bringen kann; Menge und Qualitaet der eingesendeten Beitraege steht in direktem Zusammenhang mit der Bewerbung und vor allem aber mit der Naehe zur Redaktion, in der diese Beitraege platziert werden. Ist fuer die Leser nachvollziehbar, dass Beitraege anderer Leser mit Respekt behandelt zur Veroeffentlichung verwendet werden, erhoeht das die brauchbaren Einsendungen mehr als Preise.
Eigene Leserbrands laufen oft Gefahr, Zweitverwertung fuer Blogs oder andere Medien der User zu werden. Das kann die Community staerken (und Anreize fuer Beitragslieferanten bringen), kann aber auch schnell langweilig werden. – Gutes Gefuehl in der Moderation ist hier der wichtigste Faktor zur Regulierung.

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