Kein Interesse….

Morgen Lifeball, letzte Woche Late Night Diskussion im ORF – ausnahmsweise dieser Tage nicht über Banker, sondern über Schwule. Zwei Homosexuelle, ein Moderator, ein Pfarrer und ein Möchtegernpolitiker diskutieren eine Frage, deren Diskussionswürdigkeit selbst zuallererst in Frage steht. Was gibt’s bei Thema schwul oder nicht schwul eigentlich zu diskutieren?
Mein persönliches genitales oder anales Interesse an den meisten Menschen, die mir begegnen, beschränkt sich auf die Frage, ob sie sich nach dem Toilettenbesuch die Hände waschen.

Soviel zur Sache an sich. Natürlich gibt es soziale, rechtliche und wirtschaftliche Facetten in dieser Fragestellung, die nicht so leicht vom Tisch gewischt werden können.
Das führt auch zu dem Punkt, der mich an solchen Diskussionen am meisten stört:
Die Rhetorik, wie sie Leute wie Rudolf Gehring immer wieder an den Tag legen, darf nicht unhinterfragt bleiben. Beispiele:

  • „Das ist nicht normal.“. Und? Ist das gut? Schlecht? Was ist normal? Zu welcher Zeit, an welchem Ort? Für wen?
  • „Das ist wider die Natur.“ Und? Natur ist grausam, Natur ist lieblich – Natur ist nichts, es sei denn, der Mensch beurteilt sie und macht sch ein Bild.
  • „Homosexualität ist ein Lebensstil.“ Was ist ein Lebensstil? Ist das besser oder schlechter als Veranlagung? Welche Konsequenzen soll die Lebensstil-Frage haben?
  • Vemehrung, Sicherheit, Zivilisation sind nur in der gemischtgeschlechtlichen Ehe möglich. – Ich fürchte, dazu ist einiges notwendig, das in vielen Ehen wenig stattfindet.
  • Und schliesslich: Ich gehe auch dabon aus, dass Herr Gehring wenig gleichgeschlechtliches Interesse an anderen Menschen hat – also warum sollte das ein Thema für ihn sein?

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