Die Mikro-Imperien

Das Wort Empire kam bei mir zuletzt recht häufig vor. Jetzt hat es mir jemand aus dem Mund genommen – zu meiner vollsten Zufriedenheit. Paul Poets Empire Me ist ein inhaltlich einzigartiger und noch dazu unglaublich schöner Film, den jahrelange Arbeit, auch wenn das sehr dick aufgetragen klingt, zu einem Vorzeigeexemplar von (Dokumentar)Film machen, wie ich es mir wünsche (wie anmaßend von mir…).


Es gibt Recherche, Geschichte(n), einen eigenen Blick auf Menschen und deren eigenen Blick, sehr schöne Bilder, sehr schöne Musik und sehr schöne Animationen.

Zu schön? Die Vorwürfe der Oberflächlichkeit, die in manchen Reviews laut geworden sind, kann ich nicht teilen. – Ich sehe das eher die schönen Oberflächen eher als Respekt vor den handelnden Personen, und die tiefgründigen Gedanken muss sich gefälligst jeder Zuseher selber machen.
Der Film läuft ab Freitag in Deutschland und Österreich; die Webseite ist bereits online. Neben Trailer, Hintergrundinformation und vielen Filmausschnitten bietet sie Einbürgerungstests für die verschiedenen Welten. Mein Testergebnis schickt mich nach Sealand. Mit der Idee der einsamen Plattform mitten im Meer kann ich mich ganz gut anfreunden – aber bitte mindestens 1500 Kilometer weiter südlich.
Fazit: Unbedingt anschauen, und die Musik von Bunny Lake am besten auch gleich dazu mitnehmen.

Interview mit Paul Poet im TBA

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