Dokumentation

Das Erstellen, aber auch das Nutzen von Dokumentationen sind sehr gute Anwendungsbeispiele fuer Wikis.

Wikis: Wissen sammeln und erweitern durch Kollaboration


Erstellen: Das Erstellen eines umfangreichen Dokuments ist ueblicherweise ein Prozess, an dem mehrere Autoren beteiligt sind. Es muss gegengelesen, korrigiert werden, es muessen unterschiedliche Expertisen eingearbeitet werden, es muessen verschiedene neue Elemente eingebaut werden koennen.
Bei diesen mehrstufigen Prozessen muss sichergestellt sein, dass verschiedene Autoren gleichberechtigten Zugang zu den Inhalten haben, dass immer klar ist, welche Version die aktuelle ist, und dass der Rueckschritt auf alte Versionen jederzeit gesichert moeglich ist.
Die einfachen Editierungsmoeglichkeiten von Wikis und die – bei gaengigen Wikisystem Out-of-the-Box vorhandenen – Versionierungssysteme sind hier meist sehr gut einsetzbar.
Zusaetzlich muss beim Erstellen von Dokumentationen gewaehrleistet sein, dass jederzeit neue Inhalte eingefuegt werden koennen und auch die Struktur geaendert werden kann, ohne dass durch die Umbauten grosse zusaetzliche Aufwaende entstehen. Das flexible Aendern einer Struktur ist die Kernfunktion von Wikis schlechthin. Wikis folgen keiner klassischen Navigationsstruktur. Es liegen grundsaetzlich alle Seiten nebeneinander auf einer Ebene, die Verbindung erfolgt durch Links zwischen den einzelnen Seiten. Breadcrumbs, d.h. Pfade, die den Weg zu einzelnen Seiten als Links im Kopfbereich der Seite anzeigen, werden oft trzotzdem zusaetzlich genutzt.

Zusammengefasst bedeutet das:

  • Wikis bieten einfache Editiermoeglichkeiten, ohne ein Redaktionssystem Erlernen zu muessen oder Publikationsprozesse beachten zu muessen. Es wird immer die aktuelle Seite bearbeitet. – Durch dies Einfachheit eignen sich Wikis vor allem auch fuer die Erstellung von Texten durch Redakteure, die nur selten Beitraege liefern.
  • lDie Versionsgeschichte ist grundsaetzlich bei allen gaengigen Wikisystemen auch fuer User abrufbar: Es ist ersichtlich, wann welche Aenderung durch wen erfolgt ist. User mit entsprechenden Berechtigungen koennen Versionen auch zuruecksetzen, wodurch Fehler sehr leicht behoben werden koennen.
  • Das Anlegen von neuen Seiten erfolgt in der Regel dadurch, dass ein Begriff auf einer existierenden Seite als Link gekennzeichnet wird; dieser Link ist dann auch oft der Titel der neuen Seite. Durch die Verlinkund ist die neue Seite bereits aufrufbar; sie muss nicht einer Navigation zugeordnet werden. Dadurch koennen sehr leicht und flexibel Strukturen erweitert oder neue Strukturen erstellt werden.

Wiki-Dokumentation: gute Planung erforderlich


Aus diesen Eigenschaften ergibt sich, dass Wikis sehr einfach erstellt werden koennen, dass aber um so mehr gute Planung sehr wichtig ist – Einfachheit darf nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden.
Die Erstellung der Texte muss ebenfalls darauf ausgerichtet sein, dass die notwendigen Strukturen und Links eingebaut werden koennen – Seiten muessen neben ihrer eigentlichen Funktion oft auch noch die Funktion eines Inhaltsverzeichnisses haben.

Nutzen: Das Nutzen von in Wikis festgehaltenen Dokumentationen bietet zusaetzlich den Vorteil, dass – bei entsprechenden Berechtigungen – User durch das Markieren von Begriffen selbst neue Seiten anlegen koennen, um Information zu verlangen. Zusaetzlich gibt es oft Kommentarfunktionen, ueber die ebenfalls Fragen gestellt werden koennen.
In der Versionsgeschichte kann nachgelesen werden, wann welche Aenderung warum in Kraft getreten ist.

Personalisierung und Closed Usergroups in Wikis


Berechtigungen koennen fuer unterschiedliche Rollen und unterschiedliche Funktionen vergeben werden und sind fuer die Gestaltung von Wikis von grosser Bedeutung. Waehrend der Erstellung von Inhalten haben ueblicherweise mehrere Autoren umfassendere Rechte, sie koennen neue Seiten anlegen, Inhalte veraendern und Anhaenge erstellen.
Sobald Texte abgeschlossen sind, werden ueblicherweise die Rechte eingeschraenkt; User koennen meist nur noch Kommentare anfuegen oder kleine Aenderungen vornehmen. Aenderungen in groesserem Stil werden bei Dokumentationswikis – anders als bei Projekt- oder Knowledge Management-Wikis – dann von kleineren Administratorenteams umgesetzt.
Fuer besondere Inhalte koennen nicht nur die Autorenrechte, sondern auch die Leserechte eingeschraenkt werden.

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