Bye Bye Facebook-Pages, Hello Owned Media!

[dropcap type=“3″]E[/dropcap]s ist ja fast wie eine schlecht gelaufene Scheidung: Man hat jahrelang Energie, Zeit, Geld, Geduld in eine wachsende, friedliche Community investiert, in einen Platz, an dem scheinbar alles gut läuft. Und dann will plötzlich einer etwas anderes, will andere Wege gehen und erklärt dem Ex-Partner: „Wir können gern weitermachen – aber das kostet jetzt Geld.“
Ähnlich verfährt Facebook jetzt mit seiner Neubewertung von Facebook-Pages. Ein neuer Algorithmus (böse Zunge behaupten, dieses Wort ist der Ausweg für alles, wenn Techniker einfach keine Lust haben, etwas zu erklären), soll dafür sorgen, dass User nur noch mit hochwertigem relevantem Content konfrontiert werden. Das hat zu 80-90%igen Einbrüchen in der Reichweite aller Facebook-Pages geführt. Und passenderweise gibt es einen direkten Königsweg, wie dennoch alles beim alten bleiben kann und der Content doch als relevant eingestuft werden kann: Pagebetreiber müssen nur dafür bezahlen.

Exwife

Damit ändert sich einiges, das während der vergangenen Jahre über Facebook, Social Networks und Veränderungen im Marketing gepredigt wurde. Wir müssen dialogorientiert sein, haben wir gesagt, gesprächsbereit, Rückkanäle einbauen, auf die Community achten. Onlinemarketing ist keine Einbahnstrasse, sondern ein langsam wachsender Marktplatz, auf dem es um Sympathien, Vertrauen und Unterhaltungen geht.
Jetzt tritt wieder eine finanziell dominierte Marktlogik in den Vordergrund.
Schlecht für jene, die ihre Inhalte in erster Linie auf Facebook ausgerichtet haben – ohne substantielle Inhalte werden diese dort jetzt verwaisen.
Aber halb so schlimm für die, die Social Networks als zusätzliche Reichweitenbringer für eigene Inhalte und eigene Plattformen genutzt haben. Jetzt ist definitiv die Zeit, massiv auf die eigene Reichweite zu setzen, eigene Medien und Marken auszubauen und auch wieder eigene relevante Inhalte zu schaffen. Auch wenn es jetzt geradezu dramatisch klingt: Noch selten, seit Facebook-Pages populär geworden sind, waren Owned Media so wichtig wie jetzt.
Owned Media sind das Kernstück der Entwicklung einer digitalen Strategie – es nutzt niemandem nachhaltig etwas, eine große Nummer auf fremden Plattformen zu sein.

 

(Bild: courtesy of Black B. – Adventures in eternal wisdom. Always. 

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