Waren alle Blogger Streber?

Twitternutzung löst die gleichen Empfindungen aus, wie sich zu verlieben – zumindest bei manchen.
Vielleicht ist nicht jeder so ein euphorisierter User wie die in dieser Studie untersuchten Probanden. Die Frage, welche Welt realer ist – die ehemals relae oder die ehemals virtuelle – kann auch entlang anderer Kriterien schon nicht mehr so eindeutig beantwortet werden, wie es vielleicht scheint.

  • Wo geben wir mehr Geld aus (zumindest von dem Anteil, den wir uns aussuchen können)?
  • Wo lernen wir mehr, wo wechseln wir täglich mit mehr verschiedenen Menschen mehr Worte?
  • Von wo kommt unser Geschäft?
  • Und schliesslich: Wo ist es uns wichtig, unsere Meinung zu sagen, unser Wissen zu teilen?

Ich weiss nicht, ob es dazu schon brauchbare Zahlen gibt. Der fahrlässig grob geschätzte Selbstversuch lässt mich vermuten, dass das Verhältnis gerade kippt.

  • Regelmässiges Geldausgeben findet eher online statt; betragsmässig überwiegt vielleicht noch das reale – aber nur dort, wo es sein muss.
  • Lernen und reden: Das hat sich eindeutig auf Online verlagert. Da sliegt nur zum Teil an berufsbedingt grossen Distanzen, noch mehr aber an der Zeit. In Summe ist die Interaktion jedenfalls mehr geworden.
  • Und müsste der dritte Punkt eigentlich bedeuten, dass alle Blogger megamässige Mitarbeitsstreber waren? – Ich denke das spricht eher für eine Verschiebung der INteressen und für einen generellen Anstieg von Mitteilungsbedürfnissen.

Ist es Science Fiction, solche Fragen zu stellen? Grundsätzlich bin ich ja dafür, sie weder zu stellen noch zu beantworten, sondern die Sache mit der Grenze zu hinterfragen. Das ist die eindeutig falsche Kategorie.

(Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade für das Symposiom „Digitales Managen“ von Jan Poczynek und der Beratergruppe Neuwaldegg teil)

Blogparade Digitales Managen

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